Essstörungsprävention im Musikverein - 31.01.2013

MV Waibstadt unterstützt Jugend auch über die musikalischen Grenzen hinaus

Auch wenn fast niemand darüber spricht – Essstörungen sind ein Problem. Besonders unter Jugendlichen, denn fast immer tritt eine Essstörung das erste Mal im Jugendalter auf. Was die Symptome dieser Krankheit sind und was man tun kann, wenn man selbst oder Freunde betroffen sind, darüber klärte in der Jugendprobe des Musikvereins Waibstadt am vergangenen Donnerstag, Psychologin (B.Sc.) Juliane Kiermeier auf. Sie ist Mitarbeiterin des Teams „Pro Youth“ an der Universität Heidelberg. Die EU geförderte länderübergreifende Initiative „Pro Youth“ möchte erreichen, dass Essstörungen bei Jugendlichen so früh wie möglich erkannt werden, denn eine Heilungschance ist dann um ein Vielfaches höher. Im Anschluss an den Vortrag von Juliane Kiermeier konnten die Mädchen und Jungen im Alter von 12 bis 21 Jahren ihre Fragen stellen.

"Mein Jugendteam und ich möchten auch außerhalb des Fachlichen Ansprechpartner für unsere Jugendlichen sein. Für ihre Probleme haben wir gerne ein offenes Ohr“, begründete Jugendleiter Michael Tschimmel die Entscheidung für „Pro Youth“. Über den Vortrag hinaus, haben die Jugendlichen die Möglichkeit, sich auf der Webseite des Projektes zu registrieren, um kostenlos weitere Informationen zu erhalten. In einem Selbsttest können sie ihr eigenes Risiko für eine Essstörung ermitteln, sich mit Gleichaltrigen über das Thema austauschen oder sich in einem Chatraum direkt Informationen von Psychologen holen. Alles auf anonymer Ebene.
Schulen, Jugendeinrichtungen und Vereine können sich bei „Pro Youth“ für eine kostenlose  Informationsveranstaltung anmelden, in der die Mitarbeiter von „Pro Youth“ vor Ort über das Thema Essstörung aufklären. Der Musikverein Waibstadt hat diesen Schritt bereits getan.

Kontakt: www.proyouth.eu, Dr. Stephanie Bauer (Projektleitung)


Text: Ann-Kathrin Metzger